PHLEBOLOGIE

 

Die Phlebologie befasst sich mit der Erkennung und Behandlung von Venenerkrankungen, insbesondere Krampfadern (Varizen).  

Mehr als 20% der Bevölkerung leiden, meist infolge genetischer Veranlagung, unter Krampfadern. Sie sind nicht nur ästhetisch störend, sie können je nach Ausprägung zu einem ernsthaften medizinischen Problem werden.

Das Spektrum reicht von harmlosen Besenreisern bis hin zu ausgeprägten Venenerweiterungen mit chronischer Druckerhöhung in den Gefässen. Folgen sind Schwellungen der Beine sowie Entzündungsvorgänge mit Hautveränderungen. An schwerwiegenderen Komplikationen können ein offenes Bein (Ulcus cruris), oberflächliche Venenentzündungen (Phlebitis) und Thrombosen auftreten.

Diagnostik

Es gibt verschiedene Behandlungsverfahren zur Therapie von Krampfadern, die auf den Patienten individuell abgestimmt ausgewählt werden. Voraussetzung hierfür ist eine genaue Abklärung des oberflächlichen und tiefen Venensystems, sowie auch eine sichere Abgrenzung gegenüber anderen Ursachen von Beinbeschwerden, insbesondere arteriellen Durchblutungsstörungen . Neben der klinischen Untersuchung ist der Ultraschall (Duplexsonographie) hierfür die wichtigste diagnostische Methode.  

Therapie

 

Sklerotherapie (Verödungsbehandlung)

Oberflächliche, im Hautniveau liegende, kleine erweiterte Venen (Besenreiser und retikuläre Venen) sehen unästhetisch aus, haben aber meist nur kosmetische Bedeutung. Mit flüssigem Verödungsmitteln (Aethoxysklerol oder Sclèrèmo) können sie zum Verschwinden gebracht werden.

 

Während früher bei tiefer liegenden und grösseren Krampfadern eine dauerhafte Kompressionstherapie und die chirurgische Therapie die einzige Möglichkeit der Behandlung waren, haben sich seit Einführung der Lasertechnologie im Jahr 1998 in den letzten Jahren verschiedene neue minimal- invasive, sog. endovenöse Verfahren entwickelt, welche die klassische Operation zunehmend ablösen.

Endovenöse Therapien

Es gibt hier verschiedene Verfahren: Laser, ClosureFast (Venefit) und Radiofrequenzverfahren. Diese Methoden beruhen darauf, dass die erkrankten Venen über einen Katheter mittels Hitze ausgeschaltet und in Folge durch körpereigene Prozesse abgebaut werden. Die endovenösen Eingriffe werden bei uns in der Praxis ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt.

   Die Vorteile:

  • kurzer Eingriff
  • kurze Arbeitsunfähigkeit
  • keine Vollnarkose
  • kein Klinikaufenthalt

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Ergebnisse denen der konventionellen Operation entsprechen.

Klassische Verfahren

  • Stripping-Operation: In einigen Fällen ist eine klassische Operation sinnvoll. Man versteht darunter die sogenannte Crossektomie (Absetzen der Stammvenen an der Einmündung in die tiefe Vene), das Stripping (Herausziehen der Stammvene) und die Phlebektomie (Entfernen der Seitenäste mit der „Häkchenmethode“). Dieser Eingriff wird unter Narkose teilstationär oder stationär von Dr. Berwarth in der Limmatklinik durchgeführt.

  • Phlebektomie (Häkchenmethode): Diese Methode wird angewendet bei allen sichtbaren Seitenästen. Man versteht darunter das Entfernen über kleine Hautschnitte (ca. 2mm) in Lokalanästhesie, häufig in Kombination mit den anderen genannten Methoden. Diese Therapie kann ambulant bei uns in der Praxis durchgeführt werden.

  • Schaumsklerosierung: Bei geeigneten Patienten können Krampfadern auch durch Schaumsklerotherapie behandelt werden. Dazu wird ein Verödungsmittel (als Schaum) ultraschallgesteuert in die erweiterte Vene injiziert. Der Körper baut diese so behandelten Venen ab.

Fazit

Jedes dieser Verfahren hat seine Vor- und Nachteile, jeder Patient seine eigene Problematik. Die beste Therapie für den Patienten zu finden bedeutet, Erfahrungen in allen Methoden zu haben, um eine adäquate Behandlung nach den neuesten Richtlinien anzubieten.

Frau Dr. med. Hilde Berwarth hat sich in der Gemeinschaftspraxis MediS und im Venenzentrum Zürcher Oberland in Wetzikon auf die Diagnostik und Behandlung von Venenleiden (Krampfadern und Besenreiser) spezialisiert. Sie verfügt über eine langjährige, chirurgische Erfahrung und ist in der modernen Phlebologie seit mehr als 14 Jahren in der Schweiz tätig.